'Willkommen zu einer Teestunde'



Im Selbstverständnis


Walsrode

Unser Windelkind ist gut entwickelt und gibt dieses Befinden jauchzend auf dem Tisch seinen Eltern zu verstehen. Sich zu verstehen bedeutet bereits in den ersten Lebensmonaten sich richtig gut zu fühlen. Und gibt man solches selbst in späteren Jahren zur Freude den Nächsten gerne kund. Sich nicht gut zu fühlen aber, ist den meisten Mitmenschen nur eine mitleidige Mimik im Bedauern wert, und darum sehr viel öfter von uns kaum zu bemerken.
Mitleid zu haben, ebenso wie sich mit den Mitmenschen am Leben zu erfreuen, verlangt nach einem gemeinsamen Verständnis. Dem auch gelegentlich ein Einverständnis folgen kann insofern man sich versteht. Was als Gemeinsamkeit gedacht ist, aber auch als ein gemeinsames Verstehen zur Situation gemeint sein könnte. Die Vollversammlung der Weltländer in den vereinten Nationen der UN ist solch ein gemeinsames Einverständnis, dem es gelegentlich auch um die vollgepackten Windeln der Unesco geht.
Sich aber mit dem Herrgott zu verstehen sollte uns eine Lehre sein, in seiner Unität der vielen Götter, denn er zeigt uns ebenso sein Unverständnis wie gelegentliches Einverständnis. Doch sind sich eben darin diejenigen selbst überlassen, die in ihrem Selbstverständnis der Gerechtigkeit leben, welches bereits in der Bibel keine Anhänger fand.
Erst Paulus erklärte im Römerbrief die verständige Einzigartigkeit als er schrieb: Da ist keiner der gerecht (genug) wäre, da ist (kaum) einer der nach Gott fragt, da ist keiner der verständig (genug) sein will. Es ist aber allzeit so, dass unsere (menschliche) Ungerechtigkeit Gottes Gerechtigkeit ins rechte Licht stellt, in seinem göttlichen Willen zu uns.

Ihnen eine bedenkliche Zeit in schwierigen Tagen

Andreas H. Scheibner