Quantensprung
"Alles fließt . . ",
'Panta rhei', PatahRehehii ausgerufen, schrieben aufgeregt Denker der Antike. Und wiederholt wie der spätantike Neuplatoniker Simplikios in Griechenland nachempfunden diese weitbekannte Überlegung des Heraklid nieder, der bis heute und allen anderen künftigen Nach-Denkern nach ihm sehr geläufig verbreitet immer wiederholt zum Neu-Denken Anlass ist.
Ebenso wie endlich der erlösende Stoßseufzer 'Heureka' ist er oft in der üblichen Simpelei nicht richtig interpretiert, und im Merksatz auch als fester Standpunkt zu verstehen, um den alles andere in der Menge des Alltäglichen um ihn herumfließt. Doch aber gemeint ist der Fluss der ewigen Zeit, in der also jeder noch so feste Standpunkt sich verändert.
Sobald der Advent jedes Jahr herbei ruft und sogar in diesen Zeilen hier befinden wir uns mit unserem Standpunkt zur Gegenwart, gleichwie in Ausbreitung und Expansion des Universums sowie im Stillstand seiner Immanenz in der Beständigkeit, so möchte ich für meine Zeit doch annehmen. Für wenige Momente zumindest, sowie nach bisherigen aktuellen Episoden es demnächst schon eine weitere Episode geben wird, und sich die Zahl der Leser mit den Jahren deutlich vermehrt hat. Sie haben bestimmt bemerkt, wie sich mein Schreibstil mit etwas Humor zur Unterhaltung in wechselnder Gegenwart und mit den Lebensjahren veränderte, und freute mich ihre Aufmerksamkeit.
Mit etwas Naturwissenschaft und unserem Interesse entfernte Sterne beobachtet, denen heilige Sternekieker nachreisten, weitete sich der Horizont der Menschheit nicht nur horizontal sondern auch dimensional. In unser Betrachtung jedoch sind sie nur Mathematik und in ihrer Ausdehnung der Ewigkeit bereits erloschen. Warum sich die leuchtenden Galaxien zueinander gesehen immer weiter voneinander entfernen, und trotz ungewöhnlicher Hitzewellen letzter Jahre sich vermutlich das unendliche Universum deutlich abkühlt bleibt uns ein Rätsel.
In solchen Tagen der Erkenntnis und allein im Weltraum, würden wir die wirren Strömungen am liebsten in Krippen geschaukelt und vor der Glotze eingeschlafen überstehen. Wie vor wenigen Jahren noch im Volksmund erste Erklärungsversuche sich anziehend mühten, und ständige Veränderungen in Wahrnehmung von Trends und Mode zur Regulierung verpflichteten. Heute sind die ollen Klamotten des Tages kaum getragen, Second Hand inclusive Babysachen, zu recyclen.
Die 'Materielle Welt' ist die unsere. Umhüllt befinden wir uns in dichten Vernetzungen ihrer Elektronen, aus denen alles besteht, mit denen wir einem erfundenen 'Flow' überlassen sind, also wiederum im Fluss der unendlichen Datenströme, die vom Anfang der Entstehung verteilt zur weiteren Dimension der Informationen und nächsten Nutzung flitzen. Und die gefürchtete 'KI' sich darin umkleidet wohlfühlt.
Einst für unmöglich gehalten, heute zumeist ganz flüssig erklärt, versteht sich die Gegenwartswelt, umspült von Daten in hektischen Übermengen vom beanspruchten Verstand eher doch ruhend und gelassen. In einem Verständnis von der Welt Beschaffenheit, wie sie einst geerdet überaus anziehend über Jahrhunderte von der Geliebten auf der schiefen Ebene des Isaak Newton bestimmt wurde, und ebenso funktionierte.
Die erkannten Eigenschaften des Lichtes und seine Energien in der wohlüberlegten Quantenphysik des Herrn Max Planck ermöglichten im Disput mit Albert Einstein unter anderem den Fortgang von Frau Mary Quant in gemessenen Schrittlängen. Als sie mit Blick auf ihre zeitlose Schönheit den Minirock erfand, um den im Cafe nebenan anschaulich die sommerlichen Lichtphotonen umhereilen und sie uns alles erkennen und sehen lassen, was wir letztlich im Strom der Gegenwart mit eigenen Augen sehen sollen und dürfen.
Denn die sinnliche Wahrnehmung ist ebenso physikalisch gebunden gleichwie unser Bewußtsein der eigenen Existenz im Fluß der Elektronen angeregt, sobald sich Menschen in Mengen, ihre Mitbringsel, Denkweise und eigene Lebensart sprunghaft wie alle Quanten über bisherige Grenzen der Physik ergießen und mit ihnen entschlossen gleichzeitig alles möglich wird. Prediger zu sein, eine Partnerin zu lieben und mit ihr Kinder in die Welt zu bringen.
Worüber sich historisch in Einschränkung ihrer Machtbefugnis schon die alten Tempeldiener Ägyptens stritten und dennoch im Zeitlauf von Widerspruch und Vernunft mit ihren Regeln die platonische Liebe in lebendiger Vielfalt und Mitsprache entstand. Die sich zwischenzeitlich immer wieder fragte, ob unsere Religion sämtlich nicht ohne Kirche, und sogar ohne Gott denkbar wäre? Ist demnach gedacht religöses Leben über Jahrtausende nicht nur eine gigantische Einbildung, ein Trugschluß in zugesagter Erlösung allem Irdischen, und fraglich darum nur verlogene Hoffnung ihrer Illusion gewesen?
Große Zweifel und Wahrheiten zu kleinen Erlebnissen, die es in allen Regeln und Ordnungen immer wieder geben wird. In diesen Heiligen Tagen regelmäßig hierzu, und sobald wir uns die Zeit der Besinnlichkeit dafür nehmen zum fraglichen Standpunkt die Antworten zu überdenken, denn auch im Quantensprung machen wir zur nächsten Zeit nur das Beste und Schönste zu Zweit. Mit Gottes Hilfe, und natürlich!
Andreas H. Scheibner 2026
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