Der Deutschen Waldgeist
Im Schwarzwald konnte ich einen echten Urwald besuchen. Einen dichten Wildwuchs, wie ihn vermutlich die Vorfahren antrafen. Zu wahren Giganten wuchsen seine breiten Kronen hinauf, auf nicht zu umfassenden Stämmen empor. Bevor erste Völker, hier im Norden zumeist aus Osten eingewandert, rodeten und die freien Flächen zu nutzen begannen. Einige dieser Urzeitriesen werden über tausend Jahre alt und stehen sie heute noch immer über Generationen.
Wie gealtert diese frühen Bewohner auf Erde, zuletzt abgestorben, überall kreuz und quer gestürzt lagen, kann Rotkäppchen einen solch echten Urwald nicht hindurchspazieren, denn unter seinem dichten Blätterdach ist es dunkelfinster Räuberwald aller solchen Märchen und diese Natur auch heute kaum zu durchschauen. Ist es eine feuchte modrige Urwelt aller lebendigen Geisterbäume, die darin ihren Lebensraum haben.
Alles harte oder weiche Holz der sich stehts verändernden Natur und ihrer wandelnden Kultur ist ein unverzichtbares Material was ein jeder Haushalt nutzt und historisch jede aufsteigende Wirtschaft im Staate brauchte. Zum Räuchern von Schinken beim winterlichen Heizen, zum Bau der Kathedralen und schmieden des Pfluges, und erleuchteten einzelne Kienspäne unter Tage den Bergbau wie auch nächtliche Stuben der belesenen Schreiberlinge. In vielen Ländern unbedenklicher Abholzung folgte den ursprünglichen Wäldern die flächige Ödnis und eine Karst, wie derzeit anschaulich die tiefen rumänischen und polnischen Urwälder bedroht sind.
Der deutsche Wald stand schweigend in allen Regionen mit den Texten und Liedern für ewig besungen, doch sind seine weiträumig weggeholzten Flächen vielfach Ackerland geworden. In historischer Industrialisierung verödeten verwilderte Waldgebiete zu violett blühenden Heideflächen in Nordeutschland, und wurde im tief bewaldeten Neandertal ein erster Humanoide entdeckt. Leichthin froh darum mit Blick bis zum Horizont gerichtet ihren engen Stadtfluchten entkommen zu sein, sind heute seinen Gästen noch ganze 30% Fläche deutscher Wald. Doch ist er seit Urzeiten in Bergesregionen mit vielen Kieferbäumen fest im Gestein verwachsen ein gepflegter Schutzwald vor Lawinen, Muren und Abgängen hinunter ins bewohnte Tal.
Mit Zuversicht den nächsten Generationen einen lebendigen Wald zu schenken, in Erkenntnis das die vergangene Ewigkeit zuweilen erneuert werden muß, blieben einstige Waldgebiete sich weitgehend selbst überlassen, wurden sie dann wiederum zu wirtschaftlichen Forstgebieten auf Kontinenten wie Canada und China, in Ländern wie Finnnland und Frankreich, in denen eine Menschenhand die Aufforstung erst generell zu erlernen hatte und sie ihre Wälder wieder zur eigenen Zukunft betrachten. Die heutige Digitalisierung von Papier und Schriften ermöglicht dieser Entwicklung ein weiteres Bedenken, wenn auch erst im Widerspruch zur sinnlosen Verschwendung und ihrer Umweltfrevel.
Weltweit haben Wälder haben in letzten Jahren heftigen Unwettern und Feuerstürmen zu trotzen gehabt, in Laubwäldern verteilen sich kräftige Winde, biegen und beugen sich ihre Bäume tiefer in die Orkane, doch können Nadelbäume menschlicher Unachtsamkeit oft nicht standhalten. In unseren Ländern und Forsten werden darum nun Bäume auch anderer Geografien heimisch, die dem künftigen Klima heranwachsen wie im Harz längst schon ein erster Wald mit Bäumen aus aller Welt entstand ist. Ergebnisse ihrer besonderen Art sind dort in der Mischung von Laub- und Nadelhölzern zu erproben, sie sollen Monokulturen der bislang genutzten Bauhölzer für jeden Zweck aus Fichtenstangen ersetzen.
Wie heißt es doch: Gelegentlich sieht man vor lauter Bäumen den Wald nicht, und so darf es im Garten auch ein blühender Obstbaum sein, dessen Früchte an die Nachbarn verteilt werden können. Zur Suche der besten Konfitürerezepte ist 'Ecosia.de', eine engagierte Suchmaschine aus Deutschland für jeden Browser geeignet.
Und hier noch einen Link, der seit Jahrzehnten zitiert wer sich für den Lebensraum der Indianer und unser aller Menschen Wälder in Lateinamerika interessiert.
https://climatetrackerlatam.org/
Ihnen schöne Wandertage in der jungen wie reiferen Natur,
Andreas H. Scheibner 2026
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