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Neues Rüstzeug im Zeughaus


In Berlin steht das historische Zeughaus der versunkenen Monarchie.
Ein Zeughaus diente zur Waffenkammer der königlichen Garde, dem groben Rüstzeug im Arsenal, mit dem besonders Friedrich Wilhelm in Übergrößen angetreten seine aufgereihten Wachsoldaten ausstattete. Doch immer wurden, in jenen Jahren gleichwie heute, zuvor schon zum folgenden Krieg Größe und Macht des Reiches überbetont, und in der Propaganda die des Gegners verachtet. Derart in Voraussicht des Krieges mobil gemacht, flohen daher die jungen Männer vor den Häschern und Fängern der gepressten Einberufung über alle Grenzen, von denen es in Europas Fürstenländern mehr gab als heute.

Berichtet wird zum frühzeitlichen Kriegeszug der assyrischen Könige in eroberten Regionen und während Babylons Aufstieg zur Weltmacht. Als die unabhängigen Völker Syriens und der Nordreiche entlang des Vorderen Orients vor drohenden Gewalten eine Übereinkunft mit den anrückenden Eroberern zu finden hofften.
Verbündet war es ihnen zunächst gelungen dem Vordringen Assyriens Einhalt zu gebieten, doch im Verlauf des weiteren Kriegeszuges der Assyrer und nachfolgend in Babylons Eroberungen im Norden des Königreiches Israels war dann in der Bibelerzählung eine schöne Judith maßgeblich an der Umkehr des Heeres der Assyrer beteiligt, indem sie verführerisch in der feindlichen Lagerstatt des Holofernes zu Gast diesen Heerführer König Nebukatnezars tötete.
Ihr Attentat hatte ihnen wenig genutzt. Mit den heute ausgegrabenen Berichten der Stadt Babylon geschahen in der Vergeltung dennoch die Eroberungen im Norden der Israeliten. Sie wurden geplündert, versklavt und in den Exodus verschleppt, das kleine Königreich Israel und die Tempelstadt vollständig zerstört, deren Spuren man heute noch findet. Doch die sich zuvor noch unterworfenen Königreiche Moab, Ammon und Aram gelangten im Handel mit ihren Besatzern über das gesamte Reich Babylons zu Wohlstand, und wandelte sich wieder einmal die damals berichtete Welt.

Auch wir haben es immer wieder versucht, mit unserem Rüstzeug der christlichen Nächstenliebe, vereint vor allen neuzeitlichen Kriegen. Mit erklärter UN-Carta in der Ägäis und im Libanon, in Jugoslavien und Georgien, in Zypern und im Iran. Vielfach vereint in der Sache vor dem nun jahrelang dauernden Krieg der Russen und Ukrainer. In der Diplomatie der Abwendung, der Beschwichtigungen der Konflikte, um Kriege und deren folgliches Leiden zu verhindern.
Zuvor noch über Jahrzehnte in Gazastadt im Humanismus gemeinsam mit gutgesinnten Israeliten, die eine friedliche Gemeinschaft mit ihren Nachbarvölkern wollen. Mit Geld und guten Worten aus Deutschland und Europa, in Konzerten und kulturellen Übergängen zwischen entstandenen Feindbildern in Gazaland, unbeirrbar im Glauben an die Menschwerdung und vielleicht zur Lehre der Zukunft, wie sie alle möglichen Frieden in den Historien zu verzeichnen haben.

Jürgen Habermas ist verstorben, doch möge er für uns noch gelten in der wortreichen Gewandtheit, mit der uns jede Aufklärung und Kommunikation in ihren Gegensätzen ein ganzes Universum offenbaren kann. Ostermontag zum Friedensmarsch in Hamburg!