In allen Lebenslagen zu lachen ist den Menschen eine Lust.
Und die ist in diesen Frühlingstagen überaus mächtig.
Ein jeder kann sie verspüren, und über die Lust zu schreiben war so knallvergnügt erwacht schon immer ein Vergnügen, wie Joachim Ringelnatz schrieb, ging es in seinen Gedichten oft fröhlich zu, und drehte ein Lamm sein Auge doch zum Herrn mit schelmischem Blick, so haben es auch heute alle gern.
Ja, auch mit dem Herrn gibt es was zu lachen, erkannte mancher selbstbekannte Tor wie Otto Reuter und fragte er im Chor. Gab es so etwas denn früher schon? Und muß man sich sorgen machen wegen einem vergessenen Überzieher? Vermutlich und in jedem Lokalcolorit auch heute noch. Das es dann Arschlinks von hinten herwarts wiederum antritt, verhieß schon in der Satire von Karl Valentin ein schiefes Lächeln in Betrachtung der faschistischen Gegenwart seiner Zeit die uns heuer teuer reut.
Da ginge ich doch lieber von der Weltbühne mit Goethes Schritten ein Stück im Walde so für mich hin. Und betrachte ein vegetabiles Pflänzchen am Wegesrand im richtigen Lichte, gleichwie Rainer Maria Rilke einst solches gefunden fand. Kann ich mich über die lachende Sonne freuen, und kann mich auch freuen wenn es regnet, denn wenn ich mich nicht freue regnet es auch, meinte Liesl Karstadt. Zu solcher Zeit die uns auch heute, in solcher Lust die Wunder des Lebens zu erleben, läßt unsere Gefühle erbeben, und trank ein fast Perfekt stets mit dem Inperfekt ein Glässchen Sekt so abgeschleckt.
Stießen sie gemein sodann nach allem Streit, der oft nicht weit, mit Christian Morgenstern auf ihr Futurum an, was man wohl zu diesen jüngsten Tagen den Jüngern und Alten gelten lassen kann. Denn ein jeder Mensch nimmt guten Glaubens an, er habe bereits sein Äußerstes getan. Doch leider Gottes versäumt er mit Eugen Roth wiederum angelacht und immer wieder nun, auch noch was für's Innerste zu tun.
Insofern Ihnen und uns die Nähe des Herrn im Alltag der Dichtung.
Andreas H. Scheibner
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