Während die jüngst erst vergangenen Feiertage noch nachklingen, nach vielem Gedonner und Getöne von Jung und Alt, wenn auch zuweilen zur letzten wie zur ersten Stunde des Jahres das bunte Farbenleuchten der Explosionen im Himmelszelt angeschaut, sie hoffentlich zuvor eine Feuerversicherung abgeschlossen haben.
Denn allmählich erst trudeln vorgehaltene Bekennerschreiben und Berichte der Städte, der Arbeitsämter und Hausbanken in die jungen Nachrichten des Jahres.
Sie versprechen ein neues Jahr mit viel Aufregung, dramatischen Einschränkungen, irrwitzigen Wahlergebnissen und tiefroten Aussichten im Saldo der Abrechnung des Volkes mit der Politik der letzten Jahre. Hoffen wir mit Gleichmut in allem Weltgeschehen dieser Zeit darum auf viel Liebe, geübte Geduld und innere Gelassenheit zum Ausgleich in unseren Gemütern. Denn unser Chef, unser Vater und vielfache Gesprächspartner über den Wolken, der dies alles hier mit uns unten zu ertragen hatte, erweist sich wie immer sehr geduldig und verständnisvoll mit uns.
Vom Bundesamt veröffentlicht, von der Öffentlichkeit kaum beachtet die jährliche Zählung nachgeschaut, befinden wir tapferen Männer uns, Jünglinge wie zuweilen wohl auch Väter der Schöpfung an der Spitze einer ganz besonderen Datierung. Während ganz natürlich alle Welt auf das schwache Geschlecht der Frauen fixiert ist, und sie vehement verlautet unseren Schutz suchen, stehen wir Kerle, Mannen und Knechte der Liebe zugleich vor manchem Abgrund der Entscheidung gleich noch einen Schritt weiter zu gehen, wie er sich offensichtlich bei allen sortierten Altersgruppen und in jeder Standesebene der Bürger im Staat auftut.
Denn dort nachgezählt zeigt sich die Selbstmordrate der Männer ihr Leben frühzeitig zu beenden in den besten Jahren eines Mannes zwischen seinem fünfzigsten und siebenzigsten Lebensjahr am höchsten und gleichauf dreifach so hoch wie bei den leibhaftigen (Jung)Frauen.
Insgesamt nahmen im Vorjahr rund 11.000 einsame oder alleinige Menschen den vorzeitigen Abschied aus ihrem Dasein und wählten sie vorzugsweise den Kälberstrick in der Scheune, hingen sie im beschaulichen Garten an einem Ast oder unter dem matt leuchtenden Kronleuchter. Alle sonstigen Hilfsmittel wie Gift in der Rattenfalle und eine Kugel aus dem Lauf geschaut sind mit den Ergebnissen weitaus weniger angesagt.
Die letzte Papierschlange abgehangen kann ich von der Leiter herabgestiegen in geschauten Jahren der Zählungen dennoch ein wenig echte Hoffnung aufzeigen. In den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, also vor vierzig Jahren, befand sich die Quote der Suizide um nahezu die doppelte Anzahl der Verstorbenen höher und also über 20. Tsd. bedauerliche Selbstmorde. Wir sind seitdem also wirklich mutiger geworden, besonders die Frauen und bereit um unser Schicksal zu kämpfen. Und bliebe uns zu überlegen was wir darum lieben.
Eine neuere sinnvolle Mitwirkung in den Kirchengemeinden wurde daher mit Einrichtung der sogenannten Männertage zu angesagten Treffen in Gemeinden der Kirchen eingeladen, regelmäßig und vielfach schon angeboten. Zum Skat, zum lockeren Brettspiel und Geplauder über Gott und die Welt in allen Lebensfragen. Nur die Politik bleibt hier aussen vor, und ließe sich manch ein Menschenleben in seiner zeitweilig mannhaften Schwäche, wann und wo auch immer sie sich zeigt, ein jedes Dasein wieder mit mehr Zuversicht in die Hand Gottes legen.
Insofern im Alltag aller Tage 2025 den Menschen nicht vergessen.
Ihnen ein gutes neues Jahr.
Andreas H. Scheibner