Wie schnell die Zeit vergeht merkt man jedes Jahr an der Färbung der Wälder.
Die Baumreihen stehen noch im besten Licht und wandeln bereits ihr Gewand.
Fast ein wenig wie die sommerlich gebräunten Antlitze nach der Sommerpause zurückgekehrt in aller Ansicht ihr Äußeres allmählich zu einer vornehmen Blässe wandeln, und ihre erhitzten Wangen mit den Reden im Bundestag eine kräftige rötliche Nuance bekommen.
Unser Ohrensessel hat sich schon über vieles in seiner Verärgerung anhören müssen, um aus dem Mittagsschlaf erwacht aufzuhorchen. Die derzeitige Stimmung im Tief aller Wetterkapriolen lässt den Umschwung nicht nur nach Prognosen erahnen, auch die stets leichthin fliegende Meinung von Land zu Land über Land scheint sich auf uns niederzusenken.
Dabei sagt uns die Erfahrung, wenn wir über den Tellerrand schauen und seine Tiefe der Suppenschale zu ergründen suchen, da ist doch gut umgerührt doch noch so etliches drin bei uns im Eintopf für die ganze Gemeinde.
Nicht nur klare Brühe ohne Inhalt, sondern in den Einlagen, Um- und Anlagen, Investitionen, in denen der Corpus Delicti der Politik des Rechnungshofes seine Rechtfertigung versteht, und er zur Versicherung eines jeden Bürgers am Tisch mit kräftigen Zutaten zum kargen Abendbrot aufwartet. Einem Abendrot und Herbstgenuss die uns bei Wasser und Brot und mit der seligen Speisung der Kirche bislang zur Revolution verhalfen. Oder zur Reformation, nachdem vor allem den Ärmsten die himmlische Erlösung vorenthalten wurde.
Derzeit sind viele Teller angeknackst und bald ein Scherbengericht in der regierenden Bundeslandschaft, auch unser gutes Porzellan der Urgroßmutter mit Goldrand ist nicht mehr komplett. Dafür aber erweisen sich Krüge und Geschirr aus Steingut als reichlich robust und genug gefüllt solange sie selbsttätig zum Brunnen der reinen Wasser gehen können.
Ihnen eine gesegnete Mahlzeit in den bunten Farben aller bekömmlichen Zutaten, bleiben sie gesund.
Andreas H. Scheibner