Epilog im Frieden
Dem geliebten Frieden ein Nachwort zu schreiben ist schon eine besondere Minute in dieser angespannten Zeit. Einige Leser und Mitstreiter um den Frieden, die diese Seiten gelegentlich oder regelmäßig gelesen haben, werden sich sagen, nun ist alles aus, da hat wieder jemand resigniert vor allem Weltgeschehen fern und nah, in denen der Krieg die tägliche Gegenwart ist. Und uns täglich aus solchem und von ihm berichtet wird.
Tatsächlich, um zu entgegnen, bin ich und sind wir zum weltweiten Geschehen uns Menschen gegenseitig zu töten in detaillierten Gewalten mit allen Einwendungen nicht nur enttäuscht in der Niederlage manchen Krieg zu vermeiden, sondern überaus motiviert ein immer mögliches Abwenden und Beenden der Konflikte in Nähe und Ferne zu fordern. Gleichwie wir willkürlichen, unwürdigen Verurteilungen und Hinrichtungen in Gerichtsbarkeiten in vielen Ländern fragend um die Würde des Menschen gegenüberstehen.
Um im Vorfeld jeder unvorstellbaren Unmenschlichkeit einzulenken und menschenmöglich wirksam zu werden, nachdem wir vielfach zuvor schon und vor allen Kriegen und zu allen Entwicklungen unsere Mahnungen und Bedenken in der weiteren Machtentfaltung der einzelnen Staaten haben verlauten lassen.
In Beratungen mit differenzierenden Vertretern der Regierungen, in öffentlichen Bekanntmachungen und Kundgebungen, in Unterbringung von Flüchtigen im eigenen Land und in der Versorgung von Verletzten der Kriege, in Hilfestellung in der seit längerem bestehenden Kriegszeit um die zunehmende Härte im Schicksal unter Zivilisten abzuwenden.
Natürlich sind wir enttäuscht von solchen Machthabern die sich dem Populismus in ihren wörtlichen Hetzen zur Bevölkerung ereifern, in Reden die sie verbreiten und sich über alle errichteten Grenzen des Friedens hinwegsetzen, um ihre persönliche Machtentfaltung zu demonstrieren. Eine Macht, die zumeist nichts anderes ist als eine egomane Darstellung und sehr oft keiner sachlichen Philosophie und gedeihlichen Fortentwicklung ihres Volkes Verantwortung zu schulden gedenkt.
Eine gute Weile dachten wir nach dem Millennium im Wechsel zum neuen Jahrhundert, ja sogar diesem begonnenen Jahrtausend, wie wundervoll sich die vielen Menschen aller Weltumkreisungen über alle jungen technischen Kanäle der Medienverbreitung gezeigt in eine gemeinsame Zukunft freuen konnten und sich grenzenlos vereint zeigten. Und es nur ein gutes Jahrtausend werden konnte in der Freude und Aussicht, in der gemeinsamen Kraft und Ausrichtung auf eine mögliche friedvolle Menschheit.
Doch leider weit gefehlt. In aller Euphorie des neuen Jahrtausend konnte der sehnliche Friedenswunsch in seinen vielen Nuancen, in seiner nach langen Kriegen erklärten Einheit in der Charta der Vereinten Staaten der Welt unterzeichnet, und in seiner Verallgemeinerung der zentralen Zukunft dieses Planeten den ewigen Frieden bis heute nicht wahr werden lassen. Ist seine Kraft der Sorgsamkeit um unsere Lebensbedingungen und eine gewaltfreie Zukunftsentwicklung des Menschen noch längst nicht für Bewohner und Völker aller Kontinente selbstverständlich.
Denn in jedem historischen Krieg, vielfach als erste Möglichkeit aller Unterschiede in der Ausgestaltung der Zukunft betrachtet, gleichwie ob als unbedingtes Mittel der Macht und letztes Argument der Verpflichtungen, befindet sich jeder neuzeitliche Krieg mit allen Waffen der Gewalt zu der der Mensch immer fähig gewesen ist in seiner selbst verursachten argumentierten Verachtung allem Leben gegenüber. Und somit nicht mehr in der befindlichen Weisung der übermächtigen Götter, die immer mit uns waren und vorgeben alles Leben zu achten. Dennoch ist nach allen Kriegen bisher im Bewußtsein mit den Zerstörungen und in Zuständen der Städte und Bevölkerungsteile der zerstörerische Nutzen des Krieges dem der Vernunft im empirischen Bestreben des Menschen in vergangenen Jahrzehnten gewachsen, gewandelt gleichwie wie nach jedem Krieg ein Bedauern darum folgte.
Es sollte uns gelingen mit dem gebildeten Nachwuchs der Menschheit in einer nächsten Periode der angestrengten Menschlichkeit, die wir Humanismus nennen wollen, mehr noch als bisher die inneren Ansichten der Gruppen und Parteien, der Staaten und ihrer Völker für einen andauernden Frieden zu gewinnen. Um in der vielfachen persönlichen Gestaltung die Menschenwürde in der eigenen Lebensperspektive zu bewirken.
Dies ist bereits in erfahrenen Beispielen des Möglichen zu sehen, seien sie auch angespannt in ihren natürlichen Emotionen und intellektuellen Kontroversen im Inneren ihrer Widersprüche behaftet und scheinen sie zunächst unversöhnlich in historisch überbrachten Differenzen, die vielfach über Generationen immer noch bestehen. Seien sie auch in der Höhe des Niveaus rückständig in ihrer ungebildeten Entwicklung, die sich weltweit oft ohne Zugang zu Bildungseinrichtungen zeigt.
In Traditionen etlicher Völker ist der Krieg der Vorväter oft noch ein Ideal. Ebenso wie in ihrer Wortführung, in ihrer Eleganz der Rhetorik und Verantwortung sind die Reden ihrer Führungen gleichwie verantwortungslos und verlogen, schmeichelhaft und hinterhältig und in ihrer konstruktiven Konstitution der eigenen Staats- und Regierungsform in Wahrheit schwach und willkürlich.
Und vermeinen sie sich übereifrig zumeist zentralistisch in der Selbstbetrachtung ihrer Persönlichkeiten, in ihrem Spiegelbild des Machtbewusstseins der augenblicklichen Gewalten. In einer aber doch immer nur zeitlichen und vergänglichen Überlegenheit vertraut ihnen ihr eigenes Volk dennoch, mehr oder minder unwillkürlich und unsicher oder auch kritisch in ihren Ausführungen der Aufwiegelung und Ausbildung zur Volkshetze gegen irgendwelche anderen Bürger, den Minderheiten und andersgläubigen Menschen ihrer Gegenwart die als schwächere Gegner angesehen sind. Gerade auch darum braucht ein gut geführter Staat seinen eigenen und starken Widerspruch der Opposition.
Aus den vorliegenden Seiten der Texte zum Frieden ist wie aus vielen Büchern von der Antike bis zur Neuzeit zu erlesen das alle Gewalt nicht nur vom Volk, sondern vor allem von seinem Unverständnis ausgeht. Das Volk, welches immer auch seine Mitsprache von den Regenten verlangte, konnte zuletzt sich nur noch verweigern und revoltieren, wenn die Zustände unmenschlich und die Unterdrückung unerträglich wurden.
In der Zusammenfassung vieler Einzelzustände an dieser Stelle hier den Frieden zu wahren hat unser Gott, der im Götterreich der vielen Götter des Menschen seine gesamtheitliche Einheit zur Erdenwelt versteht, sich in seinem Verständnis mit uns und in seinem Blick zu den Kriegen der letzten Jahrzehnte vor allem in seiner verdeutlichten Abwendung von solchen gewaltsamen Geschehen erwiesen, wie wir sie derzeit erleben.
Es besteht mit ihm der göttliche Wille zur Entwicklung des Menschen in seine uns noch ungewisse Zukunft vieler Möglichkeiten. Mit den Möglichkeiten des Friedens, der alle Differenzen überwinden kann wollen die Götter eine Menschheit, die ihrer Intelligenz entsprechend lernfähig ist, die dementsprechend argumentiert und sich in den Erfahrungen in Verträgen und Abkommen vereinbaren kann. Der gerechte Frieden macht die Verwirklichung ihre diversen Bedürfnisse möglich.
Die grenzenlose Macht, in der uns alle Götter und der einige Gott in allem Geschehen begleiten, versteht sich im Gewaltverzicht, der in jeder möglichen Erklärung und Wendung ausdrücklich von ihnen begrüßt wird. In der Macht des Wortes, die ihre Entwicklung hat. Mit allen möglichen Folgen, über die wir Menschen uns zu beraten haben, haben wir unser Leben zu bewahren.
Es ist uns diese selbstbestimmte Freiheit gegeben, ob in einem Kampf und Krieg oder mit dem Gewaltverzicht in die Liebe Gottes überzugehen. Wie auch jeder Mensch seinen persönlichen Pax mit dem Gott seines Glaubens haben sollte.
Die Erfahrung lehrt uns dies. Nahezu jeder umfassende Krieg verursacht in den Erinnerungen der Generationen den nächsten Krieg. Philosophien aller Welt haben dies in ihren Erkenntnissen den Menschen zum Inhalt der Voraussicht erklärt. Endet ein Krieg nicht wie zuvor gedacht, folgt ihm die Überlegenheit der Gewinner, doch enden Kriege auch nur als Verlorene aller Beteiligten und in andauernden Wiederholungen der immanenten Gewalt. Historische Kriege der Jahrzehnte, die gar über Jahrhunderte dauerten, erschöpften vielfach bis heute alle Mitwirkenden in ihren Kräften, und nahmen sie ihren Generationen die gedeihliche Zukunft.
Dem göttlichen Willen entsprechend, in der von uns zu überdenkenden Logik und letztlich mit der menschlichen Einsicht um unser Handeln und Befürworten mit Vernunft dem Frieden den Vorzug zu geben, ist alle geschriebene Prosa den Müttern vergangener Zeiten zugeschrieben, während die Väter sich vielfach noch in Versen von kriegerischer Stärke ihrer Siege über die Niederlagen der Gegner symbolisieren.
Die jungen Mädchen, reifen Frauen und alten Weiber zur Nachkommenschaft sind allen Völkern unentbehrlich, und wird ihre natürliche mütterliche Liebe hochgelobt. Wenngleich sich auch vereinzelt in der Vergangenheit mächtige Königinnen und Kaiserinnen im ehernen Gewande ihrer Kriege zeigten. Und Frauen mittlerweile in Führungen ihrer Staaten behaupten und erwiesen sie zum Kriege ihre weiblichen Kriegerinnen ebenso wie ihre Männer ehren, und darin wie einst schon die männlichen Herrscher vorwiegend der Antike heute ihre zeitliche Ordnung vorgeben.
