'Vater, vergib ihnen!'
'Dumm geboren ist niemand!'
Offensichtlich sind wir dennoch nicht viel klüger geworden als unsere Vorfahren, sind unsere Geschichten doch immer noch die selben oder gleichen, wie sie einst schon von Großeltern in den Kinderstuben erzählt wurden. Und gab es in darin zur schönen Kinderwelt der Träume leuchtende Helden der Gerechtigkeit und solche der finsteren Fürsten einer Unterwelt. Auf allen Kontinenten der Erde wie des Verstandes kämpften die guten und starken Verbündeten gegen die bösen und mächtigen Fürsten und verteilten sich die Überängstlichen gleichermaßen mit den Mutigsten zuletzt auf den Schlachtfeldern.
Es gibt in Legenden den schrittweisen Aufstieg und absehbaren Untergang der etlichen Reiche, bekamen die erklärten Sieger die begehrten Schätze, die Frauen und versprochenen Reichtümer, und der Verlierer meist den Hohn der Verachtung und selten nur ein ehrenvolles Grab. Die Helden und Fürsten erhielten den Beinahmen der Große und der Schlaue, der Bucklige oder der Dumme.
'Im Waffenlärm schweigen die Gesetze!'
Steine flogen über hohe Häupter, sie trafen den Riesen und stürzten ganze Reiche. Geschmolzene Erze ergossen sich in Jahrhunderten zu vergoldeten Rüstungsschmieden, bronzenen Schwertern und Schilden und nach Jahrhunderten zu stählernen Panzerraupen und fliegenden Festungen. Nicht ohne Dich, nicht mit Dir kann ich leben, versanken weithin mit hölzernen Galeeren dichte Wälder, hohe Stapel der Liebesbriefe und Trauer aufgereihter Armeen an Zinnsoldaten in den Historien und ertönte stets nachgewachsen Kampfgeschrei aus allen Spielzimmern der kindlichen Begeisterung. Bisweilen begleitet vom Beifall der erwachsenen Zuschauer, wenn sie über zerberstendes Mauerwerk aus Pappkarton und Möbiliar kletterten und ihre Nachfahren zur Ruhe aufforderten. Nicht nur europäische Ländergeschichte hat einst seine Königreiche der sagenhaften Schätze und Märchen zwischen bebilderten Buchdeckeln errichtet, auch neue Länderstaaten heutiger Nationalhymnen erklingen im Text über ihrem vergossenen Blut mit besungener Zeitgeschichte.
'Hat der Mensch keine Feinde, so macht er sich welche!'
Diese altbekannte Metapher eilte nach erfolgter Propaganda schon manchem Kriegsgeschrei der Geschwister voraus, die sich alsbald zum Bürgerkrieg der Brüder und Schwestern begaben. Kulturell nachgeschaut errichteten erste Christen im Osten Europas erste steinerne Kirchen, sollte ein jüdisches Jerusalem unbedingt christlich sein, ersannen sie mit Heiligen ausgeschmückt darin zur neuen kalendarischen Zeiteinteilung eine ganz eigene Schrift und verstanden sie sich zeitlich über Jahrhunderte darin um auf den Amselfeldern 'im Blut ihrer Feinde zu waten,' als die Mongolen und Türken mit dem selben Gott eine völlig andere Religion im Gebiet beanspruchten.
Nach dem Zerfall der formellen Einheit Jugoslawiens in seine Ethnien der Religionen und Länder bekämpften sie sich wiederum im Kriegsgeschehen. In Mandatsaufgaben der UN mit deutschen Soldaten sind dort derzeit unter anderem die nächsten Grenzstreitigkeiten zu schlichten. Erneut erklärte Feindschaften sind auseinanderzuhalten, denn nach der Staatsteilung im Friedensschluß der UN in Abstammungs- und Verwaltungsgebiete unterteilt befindet sich einstiges Gemeinwesen und viel privates Eigentum jetzt geografisch nebenan in Feindeshand. Neue Staaten wurden deklariert nun soverän erklärt. In den Wortschöpfungen der friedlichen Ermahnungen ist im Hause Gottes zu predigen, doch vermutlich die Einsicht zur historischen Ansicht darum bald wieder im Alltag verblichen.
'Selbst der Fromme kann nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt.'
Stets ist der natürliche Wiederholungsdrang zur Erfahrung den Menschen, und sind die jungen Generationen offensichtlich bemüht, die gleiche Selbstbehauptung wie ihre Vorfahren zu durchleben. Wiedereum bezeichnen sich Übermenschen im deutschen Staatsvolk und betreiben sie öffentlich ihr Unwesen in gleicher Art der Vorväter, um sich sodann über alle Widersprüche in den eigenen Reihen und sonstige Zweifler zu stellen. Die mit ihren Einwendungen dennoch hoffen lassen, falls aus dem bloßen Widerspruch der Jugend sachliche und richtige Kritik werden sollte. Auch in den Organisationen und Strukturen von Kirche, Wirtschaft und Gesundheitswesen ist zuweilen eine vergleichbare Überhöhung anzumerken die Respekt einfordert, aber auch in der Sitzordnung im eigenen privaten Haushalt ändert sich nicht selten die Tradition.
'Ein König ohne Land hat doch zuwenig!'
Sein Reich sei nicht von dieser Welt antwortet der Philosoph Jesus dem Richter, der ihn daraufhin von allen Anklagen freisprach. Ein mittelloser Staat ohne kontinuierlich wachsende Geldwirtschaft und im Handel aller Waren eine im mindesten ausgeglichenen Bilanz zu den Nachbarn ist wie ein Königreich ohne eigenes Land. Irgendwann gelangte der Dorfplatz zum Tauschhandel und folgend zur Berechnung einer Perspektive in der Jahresplanung. Und zur heutigen viruellen Geldpolitik, in der harte Münze zur Währung nicht mehr gefragt ist.
Im täglichen Bedarf und mit einigem Luxus können Freiräume des eigenen und weltweiten Wirtschaftens eingerichtet sowie kontrolliert werden. Geschichtenerzähler berichteten einst von Wundern in weiter Welt. Länder handeln heute mit Rohstoffen, mit ihren Ideen und Entwicklungen und Waren der eigenen Produktion, und tauschen sie in aufgelegter Transparenz ihre Erfahrungen und Erkenntnisse zu Schätzen des Wissens.
In der Historie zu Gesetzen im Handel über Öle und Seidentuch verpflichtet, war der biblische Zoll keine geheimnisvolle Sekte aber dennoch in seiner Erhabenheit gefürchtet. Heute sind vielfach seltene Hölzer und Zederndüfte, geschützte Tiere, ihre Felle und Hörner noch immer ein begehrtes Luxusgut und im Schlarafenland verboten. Schon seit Geschichten des Mangels an begehrten Waren, veränderte sich in Vernetzungen der Handel zu Schmuggelwaren und Erfahrungen auf Reisen des Josephus zu Kleopatras Goldminen, des Marco Polos und der etlichen Entdecker, der Sklavenhändler und gestressten Alkoholikern der Prohibition. Der chinesischen Opiumbauern und Teehändler in ostindischen Handelskompanien, die heute den ganzen Planeten überspannen.
'Wer nicht für uns ist, ist gegen uns!'
Immer wieder hat sich die Menschheit solche Sätze einfallen lassen, um sich vor allem Geschehen zu rechtfertigen, oder alsbald als Zugtiere 'Vor die Kanonen und Karren zu spannen.' Weltweit sind aufmerksam die aktuellen Kriegsgeschehen und Konfliktherde dokumentiert, und die willkürlich flammenden Reden der überholten Ideologien und Machtansprüche vor brennenden Dörfern. Die Menschen dort sind zu Nachbarn oder über den weiten Kontinent geflüchtet. Unsere antike Jungfrau Europa, die der gewandelte Stier Zeus begehrte, wird in der Zusammenfassung und Innenansicht ihrer Gemeinschaft der friedlichen Länder mehr doch selbstbestimmte Unabhängigkeit von solchen Worten und Eitelkeiten verlangen müssen.
Denn die Weltherrschaft in Retroversionen der eigenen und bereits überholten Länderhistorien sieht in Zukunft anders aus mit absehbar künftigen Entwicklungen. Die einst braunen Menschenfresser dort unten, die gelben Teufel und roten Wilden dort drüben, die Barbaren im Osten und Norden sind uns nun ganz menschlich nahe gekommen. Die Welt ist nicht nur eine runde blaue Kugel im Weltall und gar nicht mehr so unendlich weit und groß auf ihren Wegen von einem Begleitermond rund um die Sonne dominiert. Dennoch sind ihre geistigen Grenzen umkämpft. Infiltration und Aggressionen der intellektuellen Machart bestimmen nach wie vor wie schon biblisch umschrieben und sehr modern verhandelt die unsichtbare Gewalt der allgemeinen Ansicht und Meinungsbildung.
'Der Staat bin ich!'
Will ein Staat unbeeindruckt von einer anderen Meinung seinen Krieg in die Länder tragen, dann hält ihn in heutigen verfügbaren Arsenalen der Gewalt kaum etwas davon ab. Sanktionen der Staatengemeinschaften zur Beendigung lassen sich von Diktatoren und Herrschenden ebenso leicht umgehen, wie die eigene Opposition im Staat unterdrücken.
Welche Fluchtwege bleiben dann zivilen Bevölkerungen vor brennenden Hütten, wann ist zur offensichtlichen Aggression des Staates die bewährte Philosophie des gewaltlosen Widerstandes angebracht? Oder gibt es in den Optionen gar die Kooperation mit den Palästen? Etliche Bevölkerungen weltweit leben in einer solchen fraglichen, zuweilen unsicheren Version ihres Staatslebens. Dennoch ist zu fragen, womit lassen sich rüstende Gewalten von Mensch und Materie verhindern, die sich selbst in überholten historischen Feindbildern sehen und zur aufrührenden Propaganda verpflichtend verstehen? Dennoch ist die Verteidigung des eigenen Lebens immer zu rechtfertigen. International anerkannte und vereinbarte Statuten der Gegner können im 'Status' der Sicherheit, im Beispiel der Ukraine, vielleicht eine absehbare Entwicklung zur übergreifenden Gewalt noch verhindern. Und ist solche Verbindlichkeit der Menschen von allen Seiten verlangt.
'Die Menschenwürde ist unantastbar!'
Also doch ein Hoffnungschimmer zu allen frommen Sprüchen. Unsere Menschenwürde, die oft geschändet und beklagt wird nach unmenschlichen Geschehen, wird immer öfter von der Menschengemeinschaft geahndet und gewinnt sie nach jeder berichteten Gewalt, nach jedem ergangenen Urteil in den Ländern an Stärke mit dem von uns in Europa installierten Internationalen Gerichtshof. Ergänzt im Gesetz der weltweiten Staaten gegen die Unmenschlichkeit kann jeder einzelne Staat darum zu angeklagten Geschehen Recht sprechen und Urteile verkünden.
Unser Europa der Vergangenheit hat sie dazu ermächtigt, denn unsere Länder der Gemeinsamkeit haben den ganz besonderen Vorzug in ihrer ungezwungenen Grundsätzlichkeit zum Friedenswillen nach den vielen Kriegen der Jahrhunderte. Um die Fähigkeiten der selbstständig Denkenden in ihren Staaten abzubilden, um eine Gewalt der Militärs im Bewußtsein ihres Gewissen an ihr äussertes Ende aller möglichen Gewalten zu stellen.
Ihre vielfach klugen Vernetzungen innerhalb intellektuellen Fakultäten, leitenden Wirtschaftsführungen und politischen Positionen machen es ebenso möglich auch den zumeist materiellen Aktivitäten der Lobbyisten gegenzusteuern. Zu denen auch der Waffenhandel gehört. In ihrer Autorisierung der Staaten ist dafür dennoch manches Machtwort der obersten Juris des E.U.G.E.N. erforderlich.
'Einer für alle, alle für einen!'
Die Monarchisten ebenso wie Republikaner sangen ihre Lieder zuweilen auf den Barrikaden. In alten wie in jungen Jahren erklangen ihre Hymnen immer wieder. Ohne es zu wollen durch den Weltkrieg geprägt, hat die Königin Elisabeth in Deutschland wie schon ihre Mutter Viktoria ein Muster britischer Eroberungen mit den Ansichten des Königshauses auch in Deutschland hinterlassen.
Die Besatzerzeit war Lehrzeit den Deutschen und besonders den Niedersachsen, die schon historisch eine Verwandtschaft zur Inselwelt unterhielten. Und wenn auch noch sehr im Zorn der Sieger des letzten großen Weltenbrandes verhangen, ihren eroberten Völkern ein eigenes Selbstbewußtsein der Besonderheit oft erst ermöglicht wurde. In einem vereinten Indien der Fürstenhäuser ebenso wie uns im vereinten Land der Sachsen und Wenden im Selbstvertrauen, welches der neuen Magna Charta des verbliebenen Inselreiches Irland und Schottland vermutlich heute ebenfalls wichtiger ist, als der verblassende Glanz einstiger Herrscherzeit.
Leider vorerst nicht mehr zu Europa gehörend, ist ein ehrwürdiges Beispiel wiederum die ersichtlich strenge Selbst-Disziplin der englischen Queen, die jung und schön einst ein zerstörtes Berlin besuchte, als Könige und Prinzessinnen schon nicht mehr politisch regierten. Nun bald hundert Jahre alt wird bald ihr Prinzensohn in der Nachfolge sich für gesunde Naturen im Königreich der Parlamente und eine nachhaltige Umwelt auf den Inseln einsetzt. Ihre Enkel überdies werden vielleicht sogar im Diplomatengepäck Verantwortung mit sich in die Welt tragen.
''Und vergib uns unsere Schuld . . ' '
In einer längeren Erlebenszeit kann die äussere Wahrnehmung immer noch etwas zur Gemeinsamkeit der störrischen Nachbarn bewirken, denn zum Friedensgebot in der gebotenen Stunde angehalten können bisweilen sogar Autokratien, Oligarchien, Monarchien und der gehorsame Militarismus fähig sein. Schweigen alle Waffen und reden die Menschen miteinander, können nach ersten Worten weitere Verträge entstehen. Die Entwicklung zur Menschwerdung dauert an, war man sich in allen Hochkulturen gleichwie in niedrigen Zuständen im Beistand des himmlischen Vaters bislang immer wieder dem tatsächlich Bedeutsamen in seinen zeitlich wechselnden Visionen bewußt, und wurde uns somit stets eine überaus gedeihliche, eine nächste Zukunft ermöglicht.
A.H.S.