Frieden und .., Frieden und ..,

Zum Frieden 2018 im Oktober

Die Gewalt und ihre Präposition

Gewalt? Wieso, hier bei uns ist doch alles friedlich!
Zur Frage der Gewalt, die meint ein jeder zu kennen, mit der wie angenommen nur andere Mitmenschen im eigenen Konflikt und Geschehen zu sehen sind, und die sich in einer solchen der uns heute leichthin benannten Staatsgewalt ermächtigt, ist die Wahrnehmung von Gewalt entweder eine sehr persönliche Situation und Erfahrung, oder eine Regulierung der jeweiligen Regierung, der Exekutive der Bundesregierung und ein Erlebnisbericht der Mitmenschen.
Aber, worin besteht die gelegentlich erlebte oder beobachtete Gewalt und wodurch kann der vor allem der häusliche Friede in die Schieflage zur verübten Gewalt geraten?
Schlimme Ereignisse, die eine versammelte Gemeinschaft und Gruppe betreffen, sind ganz natürlich mit den unwillkürlichen Abwehrmechanismen eines jeden Menschen erklärt und kommen zum gelegentlichen Zorn im Geschehen Hilflosigkeit und Ängste der Betroffenen auf.
Die Ängste sind uns zugleich Abwehr und Widerspruch. Meist beruhigen wir uns erst wieder zur Normalität mit etwas Abstand zu ihnen. Bedrohliche Gewalten zur Gefahr verbreiten sich zumeist wie Trommelklänge im Busch vor dem Flächenbrand und fliehen dort im Instinkt alle Arten vor den Menschen. In der häuslichen Umgebung und der Wohnung fehlen diese Fluchtmöglichkeiten und sind oft keine näheren Vertrauten erreichbar.
Mit den Berichterstattungen der Polizei, den Meldungen und Nachrichten aus den Kriegsgebieten, den Ländern in denen politische Ausschreitungen stattfinden, erzeugen die Plots in den groben Überschriften eine erste undeutliche Warnung an uns. Distanz und Beobachtung verursachen vielleicht zunächst eine erste innere Unruhe in den sonst eher behaglichen Gefühlen.
Mit den weltweit verbreiteten Geschehnissen unserer Zeit häufen sich in solcher Fülle aus bekannten und unsicheren Quellen zumeist die eiligen Meldungen, bevor sie uns glaubwürdig genug in sachlicher Form berichtet werden oder in gedruckter Version aufbereitet sind. Gelegentlich auch in mündlichen Reiseberichten, die ihr stundenlanges Warten am Flughafen und in Situationen entkommen erörtern können. Erfahrungen in Angaben, die wir nicht kontrollieren sondern nur im Schicksal erleben können.

In solchen Momenten entsteht in uns ein animalischer Gedanke zur Flucht und Suche nach Auswegen, einem Fortkommen aus den betreffenden Ländern und der Situation. Gezeigte Bilder der Leichen, die zugleich Abscheu wie Neugier auslösen, wie sie dort einfach so auf den Straßen herumliegen oder aus den Trümmern hervorgebracht werden und ein mögliches Überleben, dort weit weg von uns, bedarf offensichtlich einer anderen als der unbedingten Denkweise.
Mit der Fülle der gezeigten, gesehenen Eindrücke und in Sicherheit nicht wirklich selbst betroffen, gewinnen wir zunehmend Distanz zum Geschehen. Sehen wir im Bedauern dann mit den Meldungen nur noch die Menschenmenge, würden wir uns dort sicherlich vor dem martialen Kriegsgerät fürchten, würden wir uns aber ebenso an den Helfereinsätzen beteiligen. Diesen ersten Moment betrachtet aber, ist alles sachliche und logische Denken von uns im Schutz um unser Leben überlagert.

Die Entwicklung des Menschen kann dennoch bereits im Kindergarten beobachten werden, wenn die besonders hübsche und gelungene Sandburg von einem der Nachbarkinder zerstört wird. Wie es alle Kinder tun, um selbst Aufmerksamkeit zu erlangen. Ein solches Kind ist noch sehr ungeduldig und kann vielleicht nicht sogleich ohne Anleitung die Geschicklichkeit und Ausdauer aufweisen, die es erst noch erlernen könnte.
Im kindlich unverhüllten und sogar verzerrten Antlitz ist aber bereits im Kleinkind die hämische Freude über die zerstörerische Aggression zu bemerken, die einer weiteren Zurechtweisung in der erzieherischen Charakterbildung bedarf. Verständnisvoll ist aber auch der Zorn des anderen Kindes um die Zerstörung. Und müssen beide Kinder in den Übergriffen der Gärtnerin im Garten Eden in besänftigende Verständnisse gelenkt werden. Gute Pädagogen verstehen sich darin zur selbstbewußten Entwicklung des Kindes.

Alle künftigen Eigenschaften des zukünftigen Werdens junger Menschen sind in den Zeiten der Erziehung bereits vorhanden. Die hervorgebracht bei den Erwachsenen in den Regeln der Menschlichkeit dann ebenso beobachtet werden. Ein Mitgefühl ebenso, wie ein Machtgefühl der Überlegenheit. Sind die einen Menschen offensiv und aggressiv, können die anderen defensiv sein und erfolgt in der Hilflosigkeit vereinzelt die Selbstaufgabe in den Selbstverletzungen. Die charakterlichen Eigenschaften in der ursprünglichen Natur haben sich in ersten aufgebrachten Gefühlen in den Nachahmungen des Menschenbildes erst zu regulieren gehabt und waren im Eifer die Bedachtsamkeit zu erlernen, bis sie sich selbstständig weiter entwickelten.
In den Museen gab es so etwas gelegentlich ebenfalls zu beobachten und musste die Mona Lisa des Da Vinci schon einige Schmach erdulden. Dieses Bildnis mag gefallen oder nicht, was allerdings in solcher Manifestation der schönen Künste zur angeblichen Vollkommenheit des Zeitbildes erhöht schon ein wenig fraglich ist. Heute ist darum im Louvre nur noch eine Kopie der M.L. ausgestellt.
Einem Kinde sollten bereits frühzeitig die etwaigen Fähigkeiten zur selbsteigenen Entwicklung gefördert werden, die ihm Erfüllung und Selbstbestätigung sind. Die kindlichen, spielerischen Konstruktion ebenso, wie seine Destruktionen, sind ein Lernbereich, der eventuell erst auf einem anderen Gebiet und Spielplatz des Lebens erkenntlich wird. Damit der werdende Mensch sich selbst und sein Verhalten den Mitmenschen gegenüber verstehen kann, und er seine Gestaltungsmöglichkeiten erkennt.

Ein gelegentlicher Frust über sich selbst und alles andere um uns herum, kommt lebensnah dennoch immer wieder auf. Spätestens dann, wenn der Chef in der Firma die Mahnungen verteilt und die Haushaltsplanung im Minijob endet. Solches Frustieren vergeht aber auch ebenso bald wieder, wie zu Hause die Welt für uns in Ordnung ist, ein jedes Mitglied solcher Gemeinschaft seinen eigenen Lebensbereich hat, und wir einander lieben sowie geliebt werden.
Es lassen sich dafür die ganz unterschiedlichen Methoden zur Selbstbeobachtung ebenso erlernen, wie die verborgenen Talente im Hobbyraum und an der Nähmaschine entdecken, um mit den ausschweifenden Emotionen die Partnerschaft zu tolerieren. Wir brauchen diesen persönlichen Wettbewerb der Anerkennung im Lob zum Alltag, um mit den Jugendjahren zu einem 'normalen' Leben zu gelangen.
In der Lebensordnung von allerlei bewegtem 'Haben' in der Gegenwart der Konsum- und Selbstdarstellung, in der ein Handy neuesten Styles, eine Bomberjacke der Designer und die geilen High Heels angesagt sind, entstehen Statussymbole denen gehuldigt wird. Im Klassenkampf der Schulen weckt darum manches begehrliche Interesse den Neid der Mitschüler und verspricht im Jargon ein 'Abzuziehen' straflos den Mitschüler zu berauben.
Ihn zu 'beschützen', heißt ihn moralisch zu unterwerfen und um 'Gefälligkeiten' zu nötigen, ihm bisweilen sein Taschengeld abzunehmen und ihn zu verprügeln. Gelegentlich im körperlichen Ranganspruch der Stärksten auf dem Pausenhof zu beobachten. Nicht selten geraten diese Opferschüler in eine Rolle der Erniedrigung und in die Schwermütigkeit des Unterlegenen. Angezeigt, hat dennoch in den Schulzeiten der deutschen Klassen, bis zur neunten Oberschule gezählt, seit Jahrzehnten im anhaltenden Trend die körperliche Gewalt und anhängige Kriminalität der Jugend deutlich abgenommen!

Zugleich hat die Gewalt in den sozialen Abgründen der privaten Haushalte um 400% vervierfacht zugenommen. (von 39. Tsd. angezeigten Fällen /1998 auf mehr als > 147. Tausend Fälle 2015 bei uns in der BRD) Es sind etwas mehr Männlein als ihre Weiblein beteiligt und zeichnet sich bislang nur wenig Veränderung ab, den gemeinsamen Alltag gewaltfrei zu bewältigen. Recht und Gesetz:
Im Gesetz zur Ächtung von Gewalt in der Erziehung wurde am 6. Juli 2000 im §1631 Bürgerliches Gesetzbuch das Recht auf gewaltfreie Erziehung verankert. §1631 Inhalt und Grenzen der Personensorge
(1) Die Personensorge umfasst insbesondere die Pflicht und das Recht, das Kind zu pflegen, zu erziehen, beaufsichtigen und seinen Aufenthalt zu bestimmen.
(2) Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung.
Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig.
(3) Das Familiengericht hat die Eltern auf Antrag bei der Ausübung der Personensorge in geeigneten Fällen zu unterstützen. Das Gesetz steht in Zusammenhang mit den Zielsetzungen der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen vom Jahr 1989.

Die bekannte Frustration in der Wertschätzung ist häufigste Ursache, die möglichen Depressionen sind Folgen und rasende, blinde Wutanfälle können aus heiterem Himmel entstehen. Beteiligt sind dabei auch biologische Verhältnisse des Körpers.
Hierbei werden Therapien bereits sinnvoll von sozialen Psychologen einberufen. Gefühlsausbrüche können sich aber aus vielen Anlässen des unbewältigten Alltags, in jedem Alter der Jugendlichkeit, sowie bei den schon Erwachsenen entladen.
Kinder erleben und beobachten ihre Eltern in solchen Vorgängen, die der Erklärung bedürfen. Einige Kinder ziehen sich dann in den geistigen Schutzraum zurück und geraten sie nicht selten zu inneren (Auto-) Aggressionen (Borderline). Die Anderen wiederum zeigen die Lieblosigkeit der nicht erhaltenen Liebe in eigenen Grenzen ihrer Beteiligung des Äusseren auf.
Gelegentlich über sich selbst verärgert zu sein, gar frustriert nicht den Leistungsanforderungen der Gesellschaft zu genügen, ist eine Normalität des Lebensdaseins. Wenn der verlangte Fleiß und angestrengte Eifer im Beruf nicht zum Erfolg führt, und die etwaige Anerkennung der Kollegen zur Konkurrenz bevorzugt wird. Wenn die Eheleute sich nicht im gegenseitigen Lebensraum zum Alltag motivieren und kein tieferes Vertrauensverhältnis zur Gemeinsamkeit entsteht, zerbrechen viele Ehen in den ersten grösseren Krisen und anschliessend auch die Sorgeverhältnisse zum Kind.

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